Das erste Jahr

10 mutige Schüler machen sich auf, ihre eigenen Vorstellungen von Schule umzusetzen.

 

Im Frühjahr 2007 kam unter einigen, von der Unzufriedenheit mit der Schule angetriebenen, 12.Klässlern die Idee auf, „Warum gründen wir nicht unsere eigene Schule?!“ Von der Idee zur Realität jedoch, war es ein weiter Weg. Im Sommer war der Beschluss endlich gefasst. Gemeinsam sprangen 10 Schüler ins kalte Wasser, meldeten sich von ihrer Schule ab und gründeten den Verein methodos e.V. zur Unterstützung externer Abiturienten. Ohne wirklich zu wissen auf was sie sich da einließen, begannen sie, mit Unterstützung der von ihnen eingestellten Lehrer, mit der Vorbereitung auf ihre Abiturprüfungen.

Auch das Interesse der Medien blieb nicht lange aus und nachdem der das erste Interview gegeben war, konnten sie sich vor Anfragen von Zeitungen, Radio und auch Fernsehen kaum retten.

Trotz der Hürden die es zu überwinden galt und der kurzen Vorbereitungszeit, gelang es ihnen, ihre Prüfungen erfolgreich abzulegen.

 

 

Das zweite Jahr

Der Rummel um methodos ist vorbei, doch das Projekt lebt weiter.

Bereits im ersten Jahrgang kam die Frage auf, wie es mit methodos weiter gehen könnte. Denn klar war, dass das Projekt keine Eintagsfliege sein sollte. Der Wunsch der Schüler war es, methodos in der Schullandschaft zu etablieren und es in der Zukunft zu einer Alternative zur herkömmlichen Oberstufe auszubauen.Es sollte für jeden Schüler zugänglich sein und jedem die Möglichkeit bieten, seine Bildung in die eigene Hand zu nehmen. Aus diesem Grund machten es Sich die „Patrioten“ gegen Ende des Schuljahres zur Aufgabe, neue Interessenten zu werben.

Nach zahlreichen Treffen und einer Kennenlernphase, hatten wir uns schließlich zu einer Gruppe von vier junge Menschen zusammengeschlossen, um methodos weiter leben zu lassen und dabei von der Idee des Projektes begeistert, unsere Ideale von Bildung umzusetzen.

Anders als im ersten Jahr kamen wir nicht aus der selben Klasse, sondern aus vollkommen unterschiedlichen Lebenslagen. Wir waren also nicht nur mit dem Problem konfrontiert, nur zu viert zu sein, sondern mussten uns erst einmal in unserer gemeinsamen Arbeit kennen lernen. Eine weitere Veränderung war, dass wir das Projekt auf zwei Jahre verlängerten, um so mehr Zeit zur inhaltlichen Vorbereitung zu haben.

Der Schulalltag blieb in diesem Jahr von den Medien und der Öffentlichkeit eher unbemerkt, doch die Arbeit sollte sich zu Beginn des nächsten Jahres auszahlen...

 

Das dritte Jahr

Neuer Zuwachs und eine bunt gemischte Truppe.

Zwar kümmerten wir uns auch darum zum neuen Schuljahr neue Schüler zu gewinnen, doch waren bei dem ersten Treffen nach den Sommerferien alle überrascht. Denn mit so vielen hatte niemand gerechnet. Plötzlich war die Gruppe von vier auf neun Teilnehmer gewachsen. Wieder müssen wir uns zunächst einmal kennen lernen und uns als Gruppe neu definieren. Durch den Zuwachs entstehen viele neue Möglichkeiten. Z.B ist es uns wieder möglich eine breitere Fächerwahl anzubieten.



Fünf neue Schüler, dass bedeutet auch fünf weitere Meinungen und somit mehr Unterrichts- und Diskussionsbeiträge. Auch die Organisation des Vereins wird viel leichter, da die Aufgabenbereiche besser verteilt werden können.

Die neue und besondere Herausforderung besteht darin, dass sich die Gruppe nicht in „neu“ und „alt“ teilt, sondern sich zu einer komplett neuen zusammenfindet. Denn wir haben den Anspruch an uns, trotz der unterschiedlichen Erfahrungen, gemeinsam neue zu sammeln. Hinzu kommt, dass einige ihr Abitur bereits 2010 und andere erst 2011 ablegen werden. Unsere Aufgabe besteht in diesem Jahr darin, einen Weg zu finden, wie wir in dieser Situation gemeinsam arbeiten können.